Vorlesegeschichten für Kinder von 6–10 Jahren

Kleine Fragen.
Große Abenteuer.

Warum ist der Himmel blau? Wie trinken Bäume? Und was hilft bei einem Knoten im Bauch? Luna und der kleine Wichtel Noruli finden es gemeinsam heraus.

Noruli kennenlernen
  • 40Geschichten
  • 4Themenwelten
  • große Fragen
Buchcover: Luna hält den kleinen Wichtel Noruli auf ihrer Hand, umgeben von einem sonnigen Garten.
Entdecken
Luna und Noruli reisen auf einem leuchtenden Sonnenstrahl durch den blauen Himmel.

01 Noruli und das blaue Himmelsmeer

Luna trifft Noruli

Wo ein einziges Warum? die Welt größer macht.

Luna ist acht und steckt voller Fragen. Noruli ist kaum größer als ihre Hand, trägt eine rote Zipfelmütze und einen Rucksack, in dem meistens erst das Falsche steckt.

Gemeinsam reisen sie auf Lichtstrahlen, folgen dem Weg eines Regentropfens und entdecken, dass auch Mut, Heimweh und Entschuldigungen ihre ganz eigenen Geschichten erzählen.

„Eine gute Frage ist manchmal der Anfang eines großen Abenteuers.“

Noruli

Vier Themenwelten

Vierzigmal staunen,
fragen und weiterdenken.

Jede Geschichte beginnt mitten im Kinderalltag, wird zu einem kleinen Abenteuer und landet am Ende wieder sanft und geborgen.

Luna und Noruli untersuchen mit einer Lupe die kleinen Wunder am Wegesrand.
01–10

Entdecken

Die Welt

Himmel, Wolken, Licht, Körper und all die Rätsel direkt vor unserer Nase.

Warum knurrt der Magen?
Luna und Noruli entdecken einen jungen Baum, einen Igel und die Wunder des Waldes.
11–20

Bewahren

Die Natur

Bäume, Bienen, Jahreszeiten und die leuchtenden Wunder einer Sommernacht.

Wie trinken Bäume?
Luna und Noruli teilen auf einer Picknickdecke einen Apfel miteinander.
21–30

Verstehen

Das Miteinander

Zuhören, fair teilen, Grenzen achten und die unsichtbare Kraft eines Dankeschöns.

Was bedeutet fair?
Luna und Noruli folgen am Abend einer leuchtenden Karte im Kinderzimmer.
31–40

Geborgen

Leise Abenteuer

Mut, Trost, Verantwortung und Fragen, die im warmen Abendlicht kleiner werden.

Was hilft bei Angst?

Geschichten, die bleiben

Nicht Unterricht.
Ein gemeinsames Abenteuer.

01

Staunen statt pauken

Wissen steckt mitten in Handlung, Dialog und Magie – kindgerecht erklärt, ohne sich nach Schulstunde anzufühlen.

02

Gefühle bekommen Worte

Auch Streit, Angst, Mut und Heimweh dürfen Fragen sein. Luna findet eigene Antworten, ohne erhobenen Zeigefinger.

03

Ruhig in den Abend

Jede Geschichte endet sicher und geborgen – mit einem leisen Nachklang und oft schon der nächsten neugierigen Frage.

Eine Frage für heute

Warum ist der Himmel blau?

Luna und Noruli reisen auf einem leuchtenden Sonnenstrahl durch den blauen Himmel. Leseprobe
01

Ein Blick ins Buch

Noruli und das blaue Himmelsmeer

Luna war acht und steckte voller Fragen. An diesem Nachmittag lag sie unter dem Apfelbaum auf der Picknickdecke. Über ihr spannte sich ein wolkenloses Blau, so groß wie ein umgedrehtes Meer.

Zwischen den Wurzeln raschelte es. Erst lugte eine rote Zipfelmütze hervor. Dann kletterte ein Wichtel auf die Decke, kaum größer als Lunas Hand, mit wuscheligem Haar und einem Rucksack, der fast größer war als er selbst. In der Hand hielt er eine winzige Gabel.

Hinter den Geschichten

Aus echten Kinderfragen entstanden.

Dennis Löhr

Dennis lebt mit seiner Frau Gina und seinen beiden Kindern Leroy und Lilly im Münsterland. Die Idee zu Noruli entstand aus den vielen großen und kleinen Fragen seiner Kinder – beim Spielen, Entdecken und abends vor dem Einschlafen.

Beruflich beschäftigt er sich mit Daten und Technologie. In seinen Geschichten verbindet er die Freude am verständlichen Erklären mit warmen Abenteuern, die Kinder zum eigenen Weiterfragen ermutigen.

Kontakt zum Autor
Cover der Noruli-Geschichten

Bald erhältlich

Bereit für die nächste große Frage?

Vierzig Geschichten zum Vorlesen und ersten Selberlesen – für neugierige Kinder und alle Erwachsenen, die mit ihnen zusammen staunen möchten.

Titel
Noruli-Geschichten
Autor
Dennis Löhr
Verlag
BoD · Books on Demand
ISBN
978-3-6967-5931-5

Demnächst erhältlich bei

Die Shop-Links werden freigeschaltet, sobald das Buch erhältlich ist.

Leseprobe · Geschichte 1Noruli und das blaue Himmelsmeer

Luna war acht und steckte voller Fragen. An diesem Nachmittag lag sie unter dem Apfelbaum auf der Picknickdecke. Über ihr spannte sich ein wolkenloses Blau, so groß wie ein umgedrehtes Meer. Der Wind schob die Zweige hin und her.

„Warum ist der Himmel eigentlich blau?“, fragte Luna laut.

Zwischen den Wurzeln raschelte es. Erst lugte eine rote Zipfelmütze hervor. Dann kletterte ein Wichtel auf die Decke, kaum größer als Lunas Hand, mit wuscheligem Haar und einem Rucksack, der fast größer war als er selbst. In der Hand hielt er eine winzige Gabel.

„Ist das hier ein Festessen?“, fragte er hoffnungsvoll.

„Nein“, sagte Luna. „Das sind nur die grünen Blättchen von einer Erdbeere. Die Erdbeere ist schon weg.“

Noruli seufzte. „Dann war ich leider genau fünf Minuten zu spät. Das passiert mir erstaunlich oft.“

Luna stützte sich auf die Ellbogen. „Wer bist du?“

„Noruli“, sagte der Wichtel. „Kinderfragen locken uns an. Je größer die Neugier, desto leichter können Kinder uns finden.“

„Dann hat meine Frage dich hergebracht?“

Noruli setzte sich auf den grünen Blätterstern, als wäre er ein weicher Sessel. „Offenbar. Und es ist eine ausgezeichnete Frage. Vielleicht hat jemand den Himmel mit Blaubeersaft angemalt.“

Luna schüttelte den Kopf. „Dann wäre er nach einem Regen lila.“

„Stimmt.“ Noruli zog die Augenbrauen hoch. „Das müssen wir uns genauer ansehen.“

Er griff in seinen viel zu großen Rucksack. Zuerst zog er einen Gummistiefel heraus. Dann eine Teekanne. Schließlich fand er ein kleines, dreieckiges Stück Glas, das in allen Regenbogenfarben schimmerte.

„Mein Lichtprisma!“, rief er. „Mit ihm kann man sehen, woraus Sonnenlicht besteht.“

Noruli hielt das Prisma in einen Sonnenstrahl. Auf Lunas Arm erschien ein kleiner Regenbogen: rot, orange, gelb, grün, blau und violett.

„Das Sonnenlicht sieht weiß aus“, erklärte Noruli. „Aber eigentlich reisen darin viele Farben zusammen. Wie eine Gruppe Kinder, die alle unter einem großen weißen Tuch laufen.“

„Und warum bleibt ausgerechnet Blau am Himmel?“, fragte Luna.

Noruli band ein dünnes Seil an einen Grashalm. „Weil wir heute dem Licht hinterherfliegen.“ Bevor Luna noch sagen konnte, dass sie gar keine Flügel hatten, legte Noruli das Lichtprisma auf die Decke.

„Eine Entdeckungsreise“, erklärte er. „Wir bleiben hier. Die Magie lässt uns alles von innen erleben.“

Der Sonnenstrahl wurde breit wie eine Rutsche. Er glitzerte, summte leise und hob Luna und Noruli ganz sanft in die Luft. Sie wurden kleiner als Marienkäfer und sausten nach oben.

Wie die Entdeckungsreise weitergeht, erfährst du im Buch …